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Literatur

Autorenlesung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buch(en)café

Schauen, hören, lesen und blättern.

mit Daniela Gundelbacher und Ute Cox

Mittwoch, 07.02./07.03.2018

10.00 - 11.30 Uhr, Umlage 2,50 €

 

Buchtipp von Daniela Gundelbacher zum Buch(en)café am 07.02.2018

Das Glück meines Bruders

von Stefan Ferdinand Etgeton

 

 

 

„Das Glück meines Bruders“ ist ein besonderes Leseerlebnis, auch wenn diese Geschichte in der Zusammenfassung eher konventionell klingen mag, eine übliche Familienbeziehungsgeschichte.

Die Brüder Arno und Botho van Dijk, beide um die 30 Jahre alt, besuchen noch ein letztes Mal das belgische Dörfchen Doel. Es ist ein Ort der Erinnerung, denn die beiden Brüder haben viele Feriensommer dort verbracht. Ihre Großeltern sind längst verstorben und ihr altes verbarrikadiertes Haus steht wie das gesamte Dorf zum Abriss bereit. Ein neuer Containerhafen soll am südlichen Scheldeufer entstehen und nur noch wenige alte Dorfbewohner harren aus.

Doel gleicht einer Geisterstadt. Die Stimmung in der kleinen Reisegruppe, mit dabei ist Arnos zukünftige Gattin Anja, wirkt zunächst entspannt und freudig. Doch was unbeschwert und harmonisch beginnt, wird bald zu einer beklemmenden Reise in die Vergangenheit. Was über Jahre erfolgreich verdrängt worden ist, tritt nun an die Oberfläche: Erinnerungen an die erste Jugendliebe, pubertäre Wirren und unschöne Gedanken an den herrischen und gewaltbereiten Großvater, das zwiespältige Gefühl gegenüber den Eltern. Alles kehrt zurück und die Stimmung kippt.

Rasch spürt der Leser, dass das Verhältnis der Brüder trotz spürbarer Nähe und Zuneigung nicht ganz so unproblematisch zu sein scheint und dass die Familienidylle heftige Risse erleidet.

Vieles wird u.a. in der Rückschau erzählt und Ich- Erzähler Botho lässt uns an erinnerungswürdige Kinder- und Jugendtage teilnehmen. Der Zeitpunkt, sich den Dämonen zu stellen, scheint nun gekommen und somit werden die Brüder recht typische Vertreter ihrer Generation: Das Leben geht automatisch in einem

hohen Tempo weiter, für ein Innehalten bleibt kaum Zeit. Arno und Botho tragen ein schweres Erbe, das allerdings völlig verschieden ist, sie aber jeweils daran hindert, das Leben zu leben, das sie leben wollen

Am Ende fragt sich der Leser, wer von den beiden Brüdern das Glück gefunden hat und worin dieses bestehen mag - der geerdete Botho mit seinem Lehrerdasein, der jedoch in die Rolle des Verlorenen gerät, der immer noch sucht und dem oftmals der Bezug zur Realität fehlt oder Arno, in einer funktionierenden Beziehung mit Gelegenheitsjobs und z.T. mit einem hohen Maß an Zufriedenheit?

Wo die aktuellen gesellschaftlichen Fronten unüberwindbar scheinen, verbindet die beiden Männer trotz aller Unterschiede ein unumstößliches Gefühl: die Bruderliebe!

Ein wunderbarer Roman.

 

Buchtipp von Ute Cox zum Buch(en)café am 06.12.2017

Der Kaffeedieb

von Tom Hillenbrand

 

 

 

 

 

 


Der KaffeediebDer KaffeediebIn seinem historischen Roman „ Der Kaffeedieb " erzählt Tom Hillenbrand die Geschichte des Engländers Obediah Chalon, eines sogenannten Virtouosi (Virtouosi nannte man Männer, die sich für Wissenschaften begeistern, Apparate und Erfindungen naturphilosophischer Gelehrter sammeln, aber selber keine ernsthaften Studien betreiben). Die Leidenschaft für die Naturwissenschaften fließt für Obediah Chalon in eine lebhafte Korrespondenz mit namhaften Gelehrten des späten 17. Jahrhunderts , auch über Englands Grenzen hinweg. Durch diesen regen Austausch eröffnet sich ihm die Möglichkeit , Handel und Märkte einzuschätzen und sich mit Spekulationsgeschäften seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Als er nach immer schlechter laufenden Geschäften Wechsel der „Wisselbank“ fälscht, wird ihm das zum Verhängnis. Er flieht aus London und setzt sich nach Amsterdam ab, wo er jedoch nach kurzer Zeit im Zuchthaus landet. Dort hat er schon mit seinem Leben abgeschlossen , als ihm ein Direktionsmitglied der VOC (Vereinigte Ostindische Compagnie) die Freiheit im Tausch gegen eine brisante und hochgefährliche Mission anbietet. Europa ist dem neuen „Getränk der Aufklärung“ Kaffee verfallen. Kaffee ist jedoch teuer und das Handelsmonopol liegt bei den Osmanen. Die VOC will das Monopol brechen und beauftragt Obediah mit dem Raub von Kaffeepflanzen aus dem jemenitischen Moccha, wofür bei Entdeckung die Todesstrafe droht. Ausgestattet mit nahezu unendlichen Mitteln beginnt Obediah mit der Planung und den Vorbereitungen. Ihm zur Seite steht eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, allesamt mit besonderen Fähigkeiten oder Kenntnissen.

„Der Kaffeedieb“ ist ein wunderbares Zeit- und Sittengemälde des späten 17. Jahrhunderts. Es ist die aufkeimende Zeit der Aufklärung. Namhafte Mathematiker, Philosophen und andere Gelehrte tauchen in dem Roman auf und erweitern den Wissenstand des Lesers um die Welt dieser Zeit. Tom Hillenbrand erzählt seine Geschichte nicht immer linear, sondern macht kleine Umwege. Der Leser erfährt dabei etwas über die wissenschaftlichen Theorien dieser Zeit wie das binären System , die Saturnmonde oder über die „Mühlensprache“ und die Kryptographie.

Der Autor hat einen vielschichtigen Roman geschrieben, der neben seiner Handlung durch seine historische Fundiertheit und seinen Schreibstil besticht. Die zwischengeschobenen Korrespondenzen der gegnerischen Parteien , z.B. des Chefkryptologen von Ludwig XIV., sorgen immer wieder für neue Perspektiven . Das Ergebnis ist ein Roman, der durch seine historischen Fakten und die dichte Atmosphäre zu einem echten Lesevergnügen wird.

 

 

Buchecke(r)

Freitag, 09.03.2018, 19.00 Uhr

„Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.“ (arab. Sprichwort)

Forum für Lesehungrige

Sabine Vitten lädt ein zur 11. Buchecke(r) im Weißen Häuschen.

 

Die Buchecke(r), benannt nach der imposanten Buche im Garten des Häuschens, lädt ein zu einem Literatur-Treff für Leseratten und Bücherwürmer. Eine Umlage wird nicht erhoben, aber eine Spende für das Weiße Häuschen wird gerne angenommen.

 

Infos und Anmeldung: Sabine Vitten 02835 5158 / sabine.vitten@onlinehome.de

 

 

Vor den 7 Bergen

Sonntag, 11.03.2018

Gruppe 1: 14.00 Uhr

Gruppe 2: 16.00 Uhr

 

Bilderbuch-Workshop mit Annette Feldmann und Mareike Engelke

Bilderbuch mit Glitzeräpfeln! Toll zum Vorlesen und Schmökern! Nominiert für den internationalen Bilderbuchpreis Keycolours 2014

 

Die beiden Autorinnen stellen ihr Buch vor. Es kann gelauscht und anschließend unter künstlerischer Leitung dazu gemalt werden.

Für Kinder ab 5 Jahren

 

Eine Veranstaltung des Weißen Häuschens in Zusammenarbeit mit dem KulturKreisIssum

Umlage 5,- € (inkl. Imbiss)

Anmeldung: Mechtild Cuypers 02835-2986

                                       Gemeinde Issum, Bürgerbüro

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Programm Januar - März 2018 (pdf, zum Öffnen bitte das Bild anklicken!)

Sie möchten den Monatsbrief erhalten?

Bitte schicken Sie Ihren Wunsch an folgende Adresse:

weisses-haeuschen@email.de

 

 

 

 

 

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Ilse Klein: Weißes Häuschen in Issum

 

 

Rheinische Post, 30.01.2018: Farbenfrohe Kunst begeistert Besucher

 

Öffnungszeiten:

Sonntag, 4. und 25. Februar, 10.00 - 12.00 Uhr

 

Petra Sandelmeier (Foto: Rheinische Post)

 

 

Samstag, 17.02.2018, 15.00 Uhr: Das macht den Kohl nicht fett

Launige Führung durch den Ortskern von Issum

mit Sabine Vitten, Fachfrau für Regionaltouristik

anschließend Grünkohlessen

 

Freitag, 23.02.2018: 25.00 - 18.00 Uhr: Die emsigen Schneiderlein

Nähen für Kinder ab 8 Jahren

mit Kathi Linßen und Welli Gossen

 

Montag, 26.02.2018, 16.00 - 17.30 Uhr: Mitmachmärchen für Kinder

für Vorschulkinder ab 4 Jahre

 

Dienstag, 27.02.2018, 16.00 - 17.30 Uhr: Mitmachmärchen für Kinder

für Vorschulkinder ab 4 Jahre

 

Mittwoch, 28.02.2018, 19.00 Uhr: Mondscheinmärchen

Märchenspaziergang für Erwachsene

mit Mechtild Cuypers, Märchenerzählerin

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Märchengold-Niederrhein (Märchenerzählerin Mechtild Cuypers)

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